Eine kleine Anleitung zur Sabotage

Ich bin durch einen Zufall auf ein Dokument aufmerksam geworden, das man eigentlich jedem Politiker, Vorstand, Mitarbeitenden und Verwaltungsbeamten zur Pflichtlektüre machen sollte - allerdings nicht als Ratgeber, sondern als Warnung.
Gemeint ist das bereits im Jahr 1944 erschienene Simple Sabotage Field Manual. Vom amerikanischen Geheimdienst OSS herausgegeben, enthält es Anleitungen zur gezielten Lähmung feindlicher Organisationen von innen – gedacht für Widerstandskämpfer im besetzten Europa.
Nachdem die Geheimhaltung 2008 aufgehoben wurde, ist es frei zugänglich. Und wer es liest, kommt in einem bestimmten Abschnitt ins Grübeln. Denn was das OSS damals als Sabotage klassifizierte – als Methode, Institutionen systematisch handlungsunfähig zu machen –, klingt in weiten Teilen erschreckend vertraut. Nicht weil irgendjemand absichtlich sabotiert. Sondern weil sich große Unternehmen, Bürokratie und Politik offenbar ganz von selbst in diese Richtung entwickeln.
Gemeint ist das bereits im Jahr 1944 erschienene Simple Sabotage Field Manual. Vom amerikanischen Geheimdienst OSS herausgegeben, enthält es Anleitungen zur gezielten Lähmung feindlicher Organisationen von innen – gedacht für Widerstandskämpfer im besetzten Europa.
Nachdem die Geheimhaltung 2008 aufgehoben wurde, ist es frei zugänglich. Und wer es liest, kommt in einem bestimmten Abschnitt ins Grübeln.
Hier ein paar Beispiele:
When possible, refer all matters to committees, for “further study and consideration.” Attempt to make the committees as large as possible—never less than five.
Be worried about the propriety of any decision—raise the question of whether such action as is contemplated lies within the jurisdiction of the group or whether it might conflict with the policy of some higher echelon.
Hold conferences when there is more critical work to be done.
Die Empfehlung, jede Entscheidung an eine Kommission zu verweisen, jeden Bericht durch ein Komitee prüfen zu lassen und lieber Konferenzen abzuhalten anstatt wichtige Arbeit zu erledigen – das klingt in vielen Büros nach Alltag.
Wer neugierig geworden ist, kann sich das Dokument bei Project Gutenberg anschauen.